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Unterleibsbeschwerden und Endometriose – osteopathische Begleitung

Beschwerden im Unterleib können sehr unterschiedlich auftreten:
ziehende oder krampfartige Schmerzen, Druckgefühl im Becken, Beschwerden vor oder während der Menstruation, Schmerzen beim Sitzen oder nach Operationen.

Manche Frauen erleben zyklische Beschwerden, andere leiden unter chronischen Schmerzen – etwa im Zusammenhang mit Endometriose oder nach operativen Eingriffen.

Nicht immer steht die Intensität der Beschwerden in einem klaren Verhältnis zu sichtbaren Befunden. Und doch sind sie real.

Mögliche Zusammenhänge

Der Bauch- und Beckenraum ist ein sensibler Bereich mit enger Verbindung zu:

  • inneren Organen

  • Faszien und Bindegewebe

  • Beckenboden

  • Narben nach Operationen

  • hormonellen und vegetativen Regulationsprozessen

Spannungsmuster im Gewebe, eingeschränkte Beweglichkeit der Organe oder Narbenverklebungen können die freie Beweglichkeit im Becken beeinflussen und Beschwerden verstärken.

Bei Endometriose selbst kann osteopathische Behandlung die Erkrankung nicht heilen – sie kann jedoch begleitend dazu beitragen, Spannungen zu regulieren und funktionelle Einschränkungen zu verbessern.
 

Narben und Gewebeintegration nach Operationen

Nach operativen Eingriffen im Bauch- oder Beckenraum entsteht neues Gewebe. Eine Narbe ist kein „Fehler“, sondern Teil der Heilung – sie verändert jedoch die Spannungsverhältnisse im umliegenden Gewebe.

Auch wenn eine Narbe äußerlich gut verheilt ist, kann das darunterliegende Bindegewebe seine Beweglichkeit teilweise verlieren. Zug- oder Druckgefühle, Einschränkungen oder diffuse Beschwerden können die Folge sein.

In der osteopathischen Behandlung geht es darum, dieses neue Gewebe behutsam in die bestehenden Strukturen zu integrieren. Ziel ist nicht, eine Narbe „zu lösen“, sondern ihre Einbindung in das Gesamtsystem zu unterstützen, sodass Beweglichkeit und Spannungsverteilung wieder harmonischer zusammenwirken.

Der osteopathische Ansatz

In der Behandlung betrachte ich nicht nur den Unterleib isoliert, sondern das Zusammenspiel von Becken, Wirbelsäule, Zwerchfell und Nervensystem.

Ziel ist es, die Beweglichkeit der Gewebe zu fördern und Bedingungen zu schaffen, unter denen der Körper wieder freier regulieren kann.

Gerade bei chronischen Beschwerden ist ein behutsames Vorgehen wichtig – mit Respekt vor der individuellen Schmerzgeschichte.

Abgrenzung

Endometriose ist eine medizinisch zu behandelnde Erkrankung und gehört in ärztliche Betreuung.
Osteopathie versteht sich hier als ergänzende Begleitung zur Unterstützung funktioneller Zusammenhänge.

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